Content Marketing AI
28. Jan. 2026 | 8 Min Lesezeit

KI-Bilder erstellen: Der professionelle KI-Bildgenerierungs-Workflow für Marketing-Teams

Lutz Marc
Marc Lutz
Art Director
Neustadt Agentur AG

«Kannst du nicht einfach schnell ein KI-Bild machen?» Diese Frage höre ich regelmässig. Meine Antwort? «Klar. Aber willst du ein schnelles Bild oder ein gutes Bild?»

Hier die unbequeme Wahrheit über KI-Bildgenerierung: Professionelle, markenkonforme KI-Bilder entstehen nicht in fünf Minuten. Sie brauchen Prozess, Expertise und Zeit. Viel Zeit.

Als Art Director mit hunderten generierten Kampagnen-Visuals weiss ich: Was nach aussen wie «schnell generiert» aussieht, ist das Ergebnis stundenlanger Arbeit. Und genau deshalb schlägt professionelle Arbeit den Schnellschuss um Längen.

Lutz Marc

Deine KI-Bilder werden einfach nicht, wie du willst?

Wir helfen dir gerne.

Marc Lutz
Art Director

Warum KI-Bildgenerierung mehr ist als ein Knopfdruck

Die Marketing-Versprechen klingen verlockend: «Generiere in Sekunden atemberaubende Bilder…» Stimmt technisch. Die Realität sieht anders aus. Ein KI-Bild-Generator ist wie ein Rennwagen. In den Händen eines Profis: unschlagbar. In den Händen eines Anfängers: gefährlich.

Ein professionelles Kampagnen-Visual durchläuft oft 15 bis 50 Iterationen. Verschiedene Prompt-Ansätze, mehrere Tools, Qualitätskontrolle, Feinschliff. Ja, KI generiert schnell. Aber gute KI-Bilder erstellen braucht Workflow, System und Know-how.

Die richtige Bildidee entwickeln braucht Denkzeit. Den perfekten Prompt formulieren bedeutet Trial and Error. Brand-Konformität sicherstellen heisst Iterationen über Iterationen. Details perfektionieren erfordert Upscaling, Retusche, Feinschliff. Jeder KI-Bild-Generator hat Eigenheiten, die du kennen musst. Markenkonforme Bilder entstehen nicht zufällig. Qualitätskontrolle ist Pflicht, nicht optional.

Wer das versteht, spart langfristig Zeit. Wer das ignoriert, produziert Masse statt Klasse.

Ein KI-Bild-Generator ist wie ein Rennwagen. In den Händen eines Profis: unschlagbar. In den Händen eines Anfängers: gefährlich.
Lutz Marc

Marc Lutz
Art Director

Unser KI-Bildgenerierungs-Workflow in 6 Schritten

Nach vielen Projekten haben wir einen Workflow entwickelt, der funktioniert. Konsistent. Verlässlich. Professionell. Hier ist er:

Schritt 1: Briefing-Analyse – Marken-Guidelines in KI-Prompts übersetzen

Bevor du auch nur einen KI-Bildgenerator öffnest, analysierst du das Briefing. Klingt banal? Ist der kritischste Schritt.

Was du klären musst:

  • Welche Kernaussage soll das Bild transportieren?
  • Welche Emotionen sind gewünscht?
  • Welche Brand-Guidelines gelten?
  • Gibt es No-Gos (Farben, Stile, Motive)?
  • Für welche Kanäle (Print, Web, Social) wird das Bild gebraucht?
  • Welches Format und welche Auflösung sind nötig?

Aus diesen Informationen entwickelst du eine klare visuelle Strategie. Ohne diese Klarheit produzierst du nur Bilder. Keine Lösungen.

Warum dieser Schritt unverzichtbar ist: Weil jeder KI-Bild-Generator nur so gut ist wie dein Input. Garbage in, garbage out. Ein präzises Briefing ist die Grundlage für präzise Prompts.

Du kannst das beste Tool der Welt haben – ChatGPT Plus, Midjourney, Nano Banana – aber ohne klare Strategie verschwendest du nur Zeit. Die Briefing-Analyse ist dein Fundament. Ohne Fundament kein Haus. In unseren Blogs erfährtst du, wie du Guidelines für Konsistenz und Markenstärke aufbaust und mit welchen Tools du das am besten umsetzt.

Schritt 2: Prompt-Entwicklung – Template-Prompts für konsistente Bildsprache erstellen

Jetzt übersetzt du deine Strategie in Prompts. Nicht irgendwelche Prompts. Template-Prompts, die reproduzierbare Ergebnisse liefern.

Was einen guten Prompt ausmacht:

  • Präzise Motivbeschreibung (Was soll zu sehen sein?)
  • Stil-Vorgaben (Editorial, minimalistisch, fotorealistisch?)
  • Farbinformationen (Konkrete Farbbezeichnung oder Farbfamilien)
  • Lichtsituation (Weiches Licht, hartes Licht, Studio, natürlich?)
  • Technische Parameter (Auflösung, Seitenverhältnis)
  • Brand-SREF-Code (falls vorhanden, besonders bei Midjourney)

Beispiel-Prompt für einen Tech-Brand: «Product photography of [PRODUKT], minimalist studio setup, clean white background, soft diffused lighting, corporate blue accents, professional and modern, high detail, --ar 16:9 --sref 3891047621 --v 7»

Die Template-Struktur ermöglicht es jedem im Team, konsistente Bilder zu generieren. Nicht jeder muss Prompt-Experte sein. Das Template erledigt die Denkarbeit.

Warum dieser Schritt unverzichtbar ist: Weil Konsistenz in der KI-Bildgenerierung nicht durch Zufall entsteht. Sie entsteht durch wiederholbare Prozesse. Ein guter Prompt ist die DNA deiner visuellen Identität.

Marketing-Teams, die das verstanden haben, arbeiten schneller, effizienter und konsistenter. Sie haben nicht für jedes Projekt 50 verschiedene Ansätze. Sie haben bewährte Templates, die funktionieren.

Lutz Marc

Du willst wissen, wie unser Workflow funktioniert?

Teste ihn mit uns.

Marc Lutz
Art Director

Schritt 3: Iterative Generierung – 10 bis 20 Variationen mit verschiedenen Ansätzen

Jetzt wird generiert. Aber nicht blind. Strategisch.

Die erste Generation liefert selten das perfekte Ergebnis. Deshalb arbeitest du iterativ:

  • Erste Runde: Grundkonzept testen
  • Zweite Runde: Vielversprechende Richtungen vertiefen
  • Dritte Runde: Details verfeinern
  • Vierte Runde: Finalisierung

Insgesamt: 10 bis 20 Generierungen für ein einziges finales Bild. Klingt nach viel? Ist aber der Standard für professionelle Arbeit.

Was du zwischen den Runden machst:

  • Prompt anpassen basierend auf den Ergebnissen
  • Parameter variieren (Seitenverhältnis, Stil-Stärke, Seeds)
  • Verschiedene Tools testen (ChatGPT für schnelle Varianten, Midjourney für finale Qualität)
  • Verschiedene SREF-Codes ausprobieren (bei Midjourney)
  • Feedback vom Team einholen

Warum dieser Schritt unverzichtbar ist: Weil KI-Bild-Generatoren probabilistisch arbeiten. Jede Generation ist ein Experiment. Wer nur 3-4 Bilder generiert und dann aufgibt, kratzt nur an der Oberfläche dessen, was möglich ist. Die Magie liegt in der Iteration.

Profis wissen: Das erste Bild ist selten das beste Bild. Das beste Bild ist das Ergebnis von Dutzenden Versuchen, ständiger Verfeinerung und strategischem Denken.

Schritt 4: Qualitätskontrolle – Brand-Konformität und technische Perfektion prüfen

Jetzt kommt der kritische Blick. Nicht jedes generierte Bild ist gut genug. Viele sehen auf den ersten Blick perfekt aus – bis du genauer hinschaust.

Deine QA-Checkliste:

Brand-Konformität

✓ Passt das Bild zur visuellen Identität?
✓ Stimmen Farben, Stimmung, Ästhetik?
✓ Ist es wiedererkennbar als Teil der Markenwelt?

Technische Qualität

✓ Ist die Auflösung ausreichend?
✓ Sind Details scharf und klar?
✓ Gibt es Artefakte oder Fehler?

Anatomie und Proportionen

✓ Sind Hände korrekt dargestellt? (Häufigster KI-Fehler, auch 2026)
✓ Stimmen Gesichtsproportionen?
✓ Wirken Objekte und Menschen natürlich?

Komposition und Wirkung

✓ Ist die Bildkomposition stimmig?
✓ Lenkt der Fokus auf das Richtige?
✓ Vermittelt das Bild die gewünschte Emotion?

Rechtliche Aspekte

✓ Ist kommerzielle Nutzung erlaubt?
✓ Gibt es erkennbare Marken oder geschützte Elemente?
✓ Muss das Bild als KI-generiert gekennzeichnet werden?



Warum dieser Schritt unverzichtbar ist: Weil ein mittelmässiges Bild deine Marke schwächt. Ein Bild, das online geht, repräsentiert dein Unternehmen. Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck. Qualitätskontrolle ist nicht Perfektionismus. Sie ist Professionalität.

Die besten KI-Bild-Generatoren – ChatGPT Plus, Midjourney, Nano Banana – machen Fehler. Hände sind noch immer problematisch. Text in Bildern ist oft falsch. Details können seltsam aussehen. Deine Aufgabe: Diese Fehler erkennen und aussortieren.

Schritt 5: Upscaling und Feinschliff – professionelle Nachbearbeitung für Print und Web

Die meisten KI-Bild-Generatoren liefern Bilder in 1024x1024 oder 2048x2048 Pixel. Für Web oft ausreichend. Für Print? Viel zu klein.

Zwei Wege führen zur druckfähigen Auflösung:

Option 1: Direkt hochauflösend generieren
Nano Banana erstellt Bilder direkt in 2k, 3k oder 4k. Schneller und meist besser als nachträgliches Upscaling.

Option 2: Nachträgliches Upscaling mit Magnific.ai
Wenn dein Bild zu klein ist, holt Magnific das Maximum raus. Das Tool ist spezialisiert auf intelligentes Upscaling mit beeindruckenden Ergebnissen.

  • Upscaling auf druckfähige Auflösung
  • Hinzufügen intelligenter Details (Hauttextur, Haarsträhnen, Materialien)
  • Verschiedene Presets für optimale Ergebnisse (Film, Landscape, 3D)
  • Rettung von fast perfekten Bildern mit kleinen Fehlern
  • Optimierung für verschiedene Ausgabeformate
  • Farbkorrektur und Feinabstimmung

Die Upscaling-Tools in Midjourney und Nano Banana? Lass die Finger davon. Die Qualität überzeugt nicht. Zusätzlich ist teilweise eine klassische Nachbearbeitung in Photoshop oder mit Nano Banana nötig. Kleine Retuschen, Farbharmonisierung, finale Schärfung.

Warum dieser Schritt unverzichtbar ist: Weil der Unterschied zwischen «gut» und «herausragend» im Detail liegt. Ein professionelles Bild ist nicht nur technisch korrekt. Es ist visuell perfektioniert. Dieser Feinschliff hebt dich von der Masse ab, die mit 0815-KI-Bildern arbeitet. Magnific ist teuer. Aber für Print-Kampagnen, hochwertige Präsentationen oder Premium-Content unverzichtbar. Die Investition zahlt sich aus, wenn dein Bild brilliert statt nur «okay» zu sein.

Schritt 6: Guidelines – Festhalten der Prompts in den Brand Guidelines

Der letzte Schritt wird am häufigsten vergessen. Und er ist der wertvollste.

Dokumentiere jeden erfolgreichen Prompt. Halte fest, was funktioniert hat. Warum? Für welchen Zweck? Mit welchen Parametern?

Was in deine KI-Brand-Guidelines gehört:

  • Erfolgreiche Prompt-Templates
  • SREF-Codes für verschiedene Anwendungsfälle (bei Midjourney)
  • Parameter-Kombinationen, die konstant gute Ergebnisse liefern
  • Tool-Empfehlungen für verschiedene Zwecke
  • Learnings aus Fehlversuchen
  • Beispielbilder als Referenz

Diese Dokumentation ist Gold wert. Sie macht aus individueller Expertise kollektives Wissen. Neue Teammitglieder können sofort loslegen. Projekte werden schneller. Die Qualität bleibt konstant.

Warum dieser Schritt unverzichtbar ist: Weil KI-Bildgenerierung ohne Dokumentation jedes Mal bei Null startet. Mit Guidelines baust du auf Erfolgen auf. Du entwickelst dich weiter statt dich im Kreis zu drehen. Dieser Schritt verwandelt KI-Bildgenerierung von einem Experiment in einen strategischen Asset. Marketing-Teams, die das konsequent machen, haben einen riesigen Vorteil. Sie sind schneller. Konsistenter. Professioneller. Sie bekommen jedes Mal die gleiche hohe Qualität.

Schritt 4: Qualitätskontrolle – Brand-Konformität und technische Perfektion prüfen

Jetzt kommt der kritische Blick. Nicht jedes generierte Bild ist gut genug. Viele sehen auf den ersten Blick perfekt aus – bis du genauer hinschaust.

Brand-Konformität 

– Passt das Bild zur visuellen Identität?
– Stimmen Farben, Stimmung, Ästhetik?
– Ist es wiedererkennbar als Teil der Markenwelt?

Technische Qualität 

– Ist die Auflösung ausreichend? 
– Sind Details scharf und klar? 
– Gibt es Artefakte oder Fehler?

Anatomie und Proportionen 

– Sind Hände korrekt dargestellt?
– Stimmen Gesichtsproportionen? 
– Wirken Objekte und Menschen natürlich?

Komposition und Wirkung 

– Ist die Bildkomposition stimmig? 
– Lenkt der Fokus auf das Richtige? 
– Vermittelt das Bild die gewünschte Emotion?

Rechtliche Aspekte 

– Ist kommerzielle Nutzung erlaubt? 
– Gibt es Marken oder geschützte Elemente? 
– Muss «KI-generiert» gekennzeichnet werden?

Warum dieser Schritt unverzichtbar ist: Weil ein mittelmässiges Bild deine Marke schwächt. Ein Bild, das online geht, repräsentiert dein Unternehmen. Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck. Qualitätskontrolle ist nicht Perfektionismus. Sie ist Professionalität.

Die besten KI-Bild-Generatoren – ChatGPT Plus, Midjourney, Nano Banana – machen Fehler. Hände sind noch immer problematisch. Text in Bildern ist oft falsch. Details können seltsam aussehen. Deine Aufgabe: Diese Fehler erkennen und aussortieren.