Social Media
17. März 2026 | 3 Min Lesezeit

Sind Hashtags tot? So setzt du Hashtags 2026 richtig ein

Emma Pohle
Social Media Strategin
Neustadt Agentur AG
Neustadt Sind Hashtags tot

Erinnerst du dich noch an die Zeit, als wir 30 Hashtags unter jeden Post kopiert haben, in der Hoffnung, dass der Algorithmus den Content pusht? Früher galt: Je mehr Hashtags, desto mehr Reichweite. Doch diese Ära ist offiziell vorbei.

Key Takeaways

  • Weniger Hashtags = mehr Reichweite. Minimalismus gewinnt.
  • Plattformen verstehen Content über Text, Keywords, Bild- und Videoinhalte, nicht nur über Hashtags.
  • Schweizerdeutsch? Hochdeutsche Untertitel helfen der Plattform, deinen Content richtig einzuordnen.
  • Watch Time, Saves & Shares, DMs: Das sind die KPIs, die wirklich zählen.
  • Storytelling & konsistentes Themenprofil entscheiden über Reichweite.

Wie Plattformen deinen Content einordnen

Früher haben wir dem System mit regelrechten Hashtag-Textwänden signalisiert, worum es in einem Post geht. Heute erkennen die Plattformen Inhalte über:

  • Beschreibung und Keywords: Gesamte Caption wird analysiert, nicht nur die Hashtags
  • Bild- und Videoinhalt: KI erkennt die Szene, Gesichter, Objekte und sogar die Stimmung in deinem Video
  • Audio und Untertitel: Gesprochener Content wird so verständlich für die Systeme. Besonders wichtig: wer in Videos schweizerdeutsch spricht, sollte unbedingt hochdeutsche Untertitel nutzen. Automatisch erzeugte Untertitel sind oft inkorrekt und müssen verbessert werden. Dann versteht die Plattform sofort, worum es geht und dein Content landet im richtigen Feed.

Beispiel: Wenn du ein Video auf schweizerdeutsch über die Luzerner Altstadt postest, erkennt die KI dank Untertiteln, dass es um lokale Kultur geht und du nicht irgendein Reisevideo hochlädst. Dann landet dein Content in der Luzerner Community und nicht bei Leuten, die sich für Reisen nach Luzern interessieren.

Willst du, dass dein Content in Luzern und Umgebung wirklich gesehen wird?

Lass uns deine Social-Strategie prüfen.

Emma Pohle
Social Media Strategin

Hashtags: Viel hilft viel?

Wenn Hashtags früher so mächtig waren und über die Reichweite von Posts entschieden haben, was sagt die aktuelle Datenlage?

SocialPilotLink öffnet in neuem Fenster. hat über 4,4 Millionen Instagram-Posts analysiert und festgestellt:

  • Posts ohne Hashtags performten am besten und erreichten eine Reichweite von 15,7 %. Das sind 23 % mehr als solche Posts mit einer Vielzahl an Hashtags.
  • Wer mehr als 20 Hashtags (wie früher üblich) verwendet, fällt auf eine Reichweite von 9 % zurück.
Einfluss von Hashtags auf Reichweite von Instagram-Posts

So setzt du Hashtags richtig ein

Die Faustregel: Weniger ist mehr. Verwende nicht mehr als 5 Hashtags.

  • 1-2 Nischen-Tags, damit das System deinen Content fachlich einordnet
  • Zielgruppen- oder Local-Tag: zum Beispiel #Luzern
  • Verwende keine generischen Hashtags wie #event #sommer oder #shopping
  • Hashtags kann man als visuelles Hervorhebungs-Instrument in der Caption verwenden. Weil sie blau und fett gedruckt sind, fallen sie besonders auf.

Wichtig: Schreib für Menschen, strukturiere für die Suchlogik. Der Inhalt und Mehrwert deines Posts entscheidet über Reichweite. Hashtags nicht.

Nischen-Autorität

Plattformen bewerten die Themen-Konsistenz deines Kanals, in dem es deine letzten Posts analysiert und dein Profil einem klaren Thema zuordnet.

Wer heute über Luzerner Altstadt postet, morgen über Kryptowährungen und übermorgen über Mittagessen, verwirrt die Plattform. Die Folge: Du verlierst dein Topic-Ranking.

Auch wegen dem «Your Algorithm»-Instagram-FeatureLink öffnet in neuem Fenster. von Ende 2025, bei dem Nutzer:innen selbst entscheiden können, welche Themen sie in ihren Feeds sehen wollen, ist eine Themenkonsistenz entscheidend für Sichtbarkeit.

Wer regelmässig relevante Inhalte postet, baut sich eine Art «Themen-Autorität» auf, die das System erkennt und an die richtigen Nutzer:innen ausspielt.

Was deine Reichweite wirklich steigert

Wenn Hashtags nicht mehr die Reichweite steigern, was tut es dann? Die Antwort liegt in den echten Engagement-Signalen:

  • Watch Time: Bleiben die Leute bis zum Ende deines Reels dran oder springen sie eher ab?
  • Saves, Shares und Reposts: Wird der Content gespeichert oder weitergeleitet? Das signalisiert Mehrwert.
  • Direct Messages: Teilen Menschen deine Posts per Chat, signalisiert das höchste Relevanz